Vogelvielfalt in Kehje Sewen

Der Regenwald hat viele Bewohner (Bild: BOS Stiftung)
In den Wäldern Indonesiens wird es immer stiller. Nach und nach verschwinden viele, teils sehr seltene Vogelarten. Statt im Regenwald, sieht man sie in winzigen Käfigen auf lokalen Verandas hängen. Oft werden sie online und illegal ins Ausland verkauft. Das Angebot schien einst unendlich. Immerhin sind knapp 1771 verschiedene Vogelarten in Indonesien beheimatet, davon 513 endemisch. Damit zählt der Inselstaat zu den Ländern mit der grössten Vogelvielfalt weltweit.
Viele der seltenen Vögel sind auch im BOS-Auswilderungsgebiet in Ost-Kalimantan zu Hause. Das Post-Release-Monitoring (PRM) Team der BOS Stiftung trifft regelmässig bei seinen Observierungen im Wald von Kehje Sewen auf die teils vom Aussterben bedrohten Arten. Hier ein paar der seltenen Vögle, die die BOS-Mitarbeitenden im nördlichen Teil des Auswilderungsgebietes sichten konnten
Malaienblauschnäpper (Cyornis turcosus, Malaysian Blue Flycatcher)

Malaienblauschnäpper (Bild: BOS Stiftung)
Kurzspornkuckuck (Centropus rectunguis, Short-toed Coucal)

Kurzspornkuckuck (Bild: BOS Stiftung)
Braunbreitrachen (Corydon sumatranas, Dusky Broadbill)

Braunbreitrachen (Bild: BOS Stiftung)
Der Vogel ist überwiegend in Tieflandwaldgebieten auf Kalimantan und Sumatra zu finden. Der Braunbreitrachen sitzt gerne ganz oben auf den Baumkronen. Er hat kein Problem, weite Strecken (bis zu 20 000 km) zu fliegen, was seine Beobachtung über längere Zeitperioden sehr erschwert.
Indonesiens Regenwälder müssen geschützt werden, damit diese Vögel und all die anderen Tierarten, welche dort Unterschlupf, Sicherheit und Nahrung finden, weiter existieren können und nicht für immer verschwinden.