Eine zweite Chance für vier junge Orang-Utan-Waisen-Babys
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Diese Waisen brauchen jetzt dringend Pflege und Betreuung. Bitte helfen Sie den Orang-Utan-Babys mit nur 12 CHF.
Borneo-Orang-Utans als «stark gefährdet» zugeordnet

©BOSF/Indrayana Bild: Verwaistes Orang-Utan-Baby
Borneo-Orang-Utans werden in der Liste der gefährdeten Arten der Kategorie «stark gefährdet» zugeordnet – nur eine Kategorie unterhalb des höchsten Aussterbe-Risikos. Sie werden vor allem durch Lebensraumverlust, Abholzung, Wilderei und die Entstehung von Monokulturplantagen wie Palmöl bedroht. Gesetzlich sind Orang-Utans geschützt, doch in der Realität werden sie weiterhin regelmässig gejagt, gefangen gehalten und missbraucht.
Aus diesem Grund kommen auch heute noch viele Jungtiere in die BOS-Rettungsstationen Samboja Lestari und Nyaru Menteng. Erst vor Kurzem wurden vier verwaiste Orang-Utan-Babys aufgenommen, die nun einen langen Rehabilitationsprozess durchlaufen müssen.
Diese Babys kamen in die BOS-Rettungsstation in Nyaru Menteng
Das Orang-Utan-Baby war extrem schwach, dehydriert und stark unterernährt. Schürfwunden und verknotetes, schmutziges Haar bedeckten seinen Körper. Das Ärzteteam von Nyaru Menteng begann sofort mit einer Intensiv-Behandlung des gebrechlichen Babys. Noch Tage danach, trotz Nahrungszufuhr, medizinischer Versorgung und liebevoller Pflege, verbrachte das Jungtier die meiste Zeit lethargisch in einer Hängematte, völlig desinteressiert am Spiel.

Bild: BOS Foundation | Indrayana
Der Orang-Utan-Junge nach seiner Rettung

Bild: BOS Foundation | Indrayana
Glücklicherweise verbesserte sich der Zustand des Babys nach ca. einem Monat intensiver Behandlung in der BOS-Klinik deutlich. Er nimmt an Gewicht zu, spielt aktiv und klettert sogar schon auf hohe Bäume auf dem Waldspielplatz ausserhalb der Klinik.
Es ist eine Freude zu sehen, wie er sich erholt, Fortschritte macht und es liebt, mit Blättern zu spielen. Mittlerweile nimmt er auch Früchte von den BOS-Babysitterinnen an.
Dieses Mädchen kam nur sechs Wochen nach Ankunft des Orang-Utan-Jungen nach Nyaru Menteng
Nur 6 Wochen nach Ankunft des kleinen Orang-Utan-Jungen übergab die Naturschutzbehörde BKSDA ein weiteres Orang-Utan-Baby dem Team der BOS-Rettungsstation in Nyaru Menteng. Das Mädchen war nur 6 Monate alt und wog gerade einmal 2,6 Kilogramm.
Es wurde am 22. Juni 2019 stark geschwächt und dehydriert in einem kleinen Dorf eines Vororts von Dadahup (Borneo, Zentral-Kalimantan) gefunden und an die BKSDA übergeben. Sein Körper war von Schnittwunden gezeichnet und Baumsaft verklebte das Fell. BOS vermutet, dass es erst kürzlich aus seinem Baumnest gestohlen und von seiner Mutter getrennt wurde.

Bild: BOS Foundation | Indrayana
Wenige Tage später aus der Haustierhaltung gerettet: Ein 6 Monate alter Junge

Bild: BOS Foundation | Indrayana
Nochmals nur wenige Tage später nahmen die Babysitterinnen der BOS-Rettungsstation Nyaru Menteng ein weiteres Orang-Utan-Baby entgegen. Die BKSDA rettete diesen nur 6 Monate alten Jungen im Dorf Telok (Provinz Regency) aus der Haustierhaltung.
Nach Ankunft in Nyaru Menteng, untersuchte das Ärzteteam das dehydrierte Baby sofort und behandelte den stark geschwollenen linken Zeh.
Trotz ihrer Fortschritte müssen sich die drei Babys noch weiteren Gesundheitstests und Untersuchungen in der Quarantänestation im Babyhaus unterziehen. Erst wenn sicher ist, dass sie gesund sind, können sie sich zu den anderen Orang-Utan-Babys der «Nursery Group» gesellen.
Das neue Orang-Utan-Mädchen in Samboja Lestari
Dieses dreijährige Orang-Utan-Weibchen wurde kürzlich in die BOS-Rettungsstation Samboja Lestari gebracht. Die BKSDA rettete das Jungtier vor einem lokalen Bauern aus Salo Cella Village (Ost-Kalimantan). Der Landwirt behauptete, das Baby allein auf seinem Feld gefunden zu haben und hielt es fast zwei Jahre lang als Haustier.
Während der Gefangenschaft war das Weibchen an einen Baum neben dem Haus gekettet. Als Futter erhielt es hauptsächlich Reis, dazu manchmal sogar Kaffee und nur selten angemessene Orang-Utan-Nahrung wie Obst und Milch.
Trotz dieser Umstände ergab eine erste medizinische Untersuchung glücklicherweise, dass das Jungtier bei vergleichsweise guter Gesundheit war. Zudem zeigten sie auch einige relativ natürliche Verhaltensweisen. Doch die lange Gefangenschaft hatte auch Folgen – eine wilden Tieren unnatürliche Nähe zum Menschen war klar zu erkennen. So küsste das Weibchen immer wieder die Menschen um sich herum.

Bild: BOS Foundation | BKSDA Tenggarong

Bild: BOS Foundation | Febril Ronaldo
Das Orang-Utan-Weibchen wird nur solange im Quarantäne-Komplex der Samboja Lestari-Klinik untergebracht, bis die Ergebnisse der allgemeinen Gesundheits-Untersuchung vorliegen. Das BOS-Team konnte beobachten, dass das Jungtier bereits wenige Tage nach seiner Ankunft begann, natürliches Futter (Früchte, Blätter) zu akzeptieren. Zudem mag sie Milch, die für ihre Gesundheit so wichtig ist und beginnt bereits zu klettern.
Es bricht uns immer wieder das Herz, wenn weitere verwaiste Orang-Utan-Babys in die Rettungsstation kommen. BOS wird weiterhin intensiv daran arbeiten, die Gemeinschaften darüber aufzuklären, wie wichtig die Rolle der Orang-Utans ist – für den Regenwald-Schutz, für den Klima-Schutz. Wir können alle etwas tun, um die Orang-Utans und den Regenwald zu schützen. Lasst uns gemeinsam die Orang-Utans vor dem Aussterben bewahren!
Ihre Spende für die Pflege und Betreuung der Orang-Utans im Rettungszentrum
Diese und viele weitere Orang-Utans brauchen dringend Ihre Unterstützung. Sie helfen mit einer Spende, die direkte Betreuung und Pflege von geretteten Orang-Utans zu finanzieren:
- ihre Versorgung mit Nahrung und Medikamenten,
- ihre Vorbereitung auf ein Leben in Freiheit und
- die Rettung von weiteren Orang-Utan-Jungtieren in Not.