Erfolgreiche Vorauswilderung – Miko geniesst echten Regenwald
Miko ist bereit für die Insel!

© BOS Foundation
Als Miko 2007 in einem Dorf knapp 4 Stunden von Nyaru Menteng entfernt von Beamten konfisziert wurde, war sein Besitzer nicht Zuhause anzutreffen. Kurzerhand wurde das Orang-Utan-Baby direkt in die BOS-Rettungsstation gebracht.
Dr. Elisabeth Labes (Gründungsmitglied und langjährige Projektleiterin bei BOS Schweiz) besuchte den kleinen Orang-Utan seitdem immer wieder in Nyaru Menteng. In einem Bericht schrieb sie über Mikos schwierige Anfangszeit folgendes:
«Miko war winzig, ausgetrocknet und litt massiv unter Durchfall. Anfangs wollte er weder essen noch trinken. Nachts war er immer sehr unruhig und wimmerte viel. Weil Miko so viel weinte, waren seine Augen geschwollen. Er konnte deshalb kaum noch etwas sehen. Das machte ihn dann immer noch unruhiger...» und weiter: «Nur in den Armen seiner BOS-Babysitterin beruhigte er sich.»
Endlich ist der Tag der Vor-Auswilderung da
Uns ist bewusst: Nachdem die Klappe geöffnet wurde und Miko seine Transportbox verliess, ist er jetzt auf sich allein gestellt. Er muss nun beweisen, dass er das Gelernte anwenden kann. Erst wenn er gezeigt hat, dass er in der Quasi-Wildnis zurecht kommt, kann er vollständig ausgewildert werden.
Wenn er abends bequem schlafen gehen möchte, muss er sich ab jetzt sein eigenes Nest hoch oben in einem Baum aus Blättern und Zweigen bauen. Es gibt auch keine Babysitterinnen mehr, die ihn liebevoll auf dem Arm aus der Waldschule nach Hause tragen, wenn er zu müde ist.
Von jetzt an lebt Miko gemeinsam mit Ben und den anderen Orang-Utans auf einer bewaldeten Vor-Auswilderungsinsel, d.h. im echten Regenwald! Dort muss er sich gegen grössere und stärkere Orang-Utans durchzusetzen.
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Umzug schon lange überfällig
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Wir haben keinen Zweifel, dass Miko sich gut auf der Vor-Auswilderungsinsel einleben wird. Dieser Schritt war längst überfällig, der Umzug schon vor Monaten geplant. Doch wegen der langen Trockenzeit hatte sich der Wasserpegel um sein neues Zuhause zu tief abgesenkt. Zu hoch war die Fluchtgefahr. Nun hat die Regenzeit begonnen und wir konnten Mikos Vorauswilderung endlich in die Tat umsetzten. Miko, Ben und die Anderen, die solange in einem Sozialisierungskäfig ausharren mussten, konnten es kaum erwarten.
Spendieren Sie Miko einen Obstkorb zum Start in der Freiheit
Da auf den Inseln das natürliche Futter nicht ausreicht, erhalten die Orang-Utans ein- bis maximal zweimal täglich zusätzlich Futter wie Früchte, Gemüse oder Blätter. Bei jeder Fütterung beobachten die Pfleger gezielt auch das Verhalten der Tiere und können so schnell reagieren, sollte ein Orang-Utan krank oder verletzt sein.Znüni für ausgewogene Ernährung
Miko braucht besonders jetzt gesunde Nahrung. Weiche Früchte essen Orang-Utans gerne. Für eine ausgewogene, nährstoffreiche Ernährung braucht es aber nicht nur Bananen oder Ananas, sondern auch Gemüse, Blätter und Zweige. Termiten und andere Insekten finden sich im Wald.
- Eine Tagesration Früchte kostet 20 Franken
Spendieren Sie Miko ein gesundes Znüni als Willkommensgeschenk auf der Insel