BOS rettet drei weitere Orang-Utan-Waisen

© BOS Foundation | Indrayana
Die Borneo-Orang-Utans sind akut vom Aussterben bedroht – insbesondere aufgrund von Lebensraumverlust durch Abholzung und Plantagen, aber auch durch illegalen Wildtierhandel oder Wilderei. Orang-Utan-Mütter werden etwa erschossen oder totgeschlagen, wenn sie auf der Suche nach Nahrung Ölpalmplantagen durchqueren. Ihre Jungen werden ihnen gewaltsam entrissen, um auf dem Schwarzmarkt verkauft zu werden.
«Die drei geretteten Orang-Utan-Babys, sind ein weiterer trauriger Beweis dafür, dass die profitgetriebene Ausbeutung der Natur anhält. Der Konflikt zwischen Menschen und Wildtieren verschärft sich – Verlierer*innen sind die Orang-Utans, die mit uns Menschen immerhin 97 Prozent ihrer DNA teilen und damit zu unseren engsten Verwandten gehören.»
Dr. Sophia Benz, Geschäftsführerin BOS Schweiz
Bei den neuesten Rettungsfällen handelt es sich um Jungtiere, die aus Privathaushalten beschlagnahmt wurden. Der zehn Monate alte Säugling Onyer wurde BOS am 15. Februar von einem Anwohner übergeben, der behauptete, das Baby verlassen in einem Waldgebiet unweit seines Feldes gefunden zu haben. Es ist jedoch davon auszugehen, dass seine Mutter getötet worden ist. Onyer ist guter Gesundheit und befindet sich derzeit in Quarantäne, bevor er ins Babyhaus der Rettungsstation umziehen wird.

Orang-Utan-Baby Onyer © BOS Foundation | Indrayana

Orang-Utan-Baby Ramangai © BOS Foundation | Indrayana

Gerettetes Orang-Utan-Baby © BOS Foundation | Indrayana
«Auch während der Pandemie setzen wir die Rettung von Orang-Utans in Not unter strengsten Sicherheitsmassnahmen fort. Unter den aktuellen Einschränkungen benötigen wir zunehmend die Unterstützung aller beteiligter Parteien, um unsere Bemühungen zum Schutz der Orang-Utans und ihres Lebensraumes fortsetzen zu können.»
Denny Kurniawan, Projektleiter in der BOS-Rettungsstation Nyaru Menteng
Natürlicherweise werden junge Orang-Utans bis zu acht Jahre von ihren Müttern versorgt. Von ihnen lernen sie alle Fähigkeiten, um später eigenständig in der rauen Wildnis des Regenwaldes zu überleben. In der BOS-Rettungsstation Nyaru Menteng in Zentral-Kalimantan übernehmen diese Aufgabe nun menschliche Ersatzmütter, die ihre Schützlinge bis zu neun Jahre lang in der Waldschule auf ein eigenständiges Leben in der Freiheit geschützter Regenwaldgebiete vorbereiten.

Orang-Utan-Baby Ramangai © BOS Foundation | Indrayana
«Wir haben diese drei Orang-Utans glücklicherweise ohne körperliche Verletzungen wie Stich- oder Schusswunden aufgefunden. Derzeit befinden sich die Babys noch in Quarantäne. Trotz des erlittenen Traumas zeigen sie erste positive Fortschritte. Angesichts ihres stabilen körperlichen Zustands und ihres gesunden Appetits sind wir zuversichtlich, dass sie nach der Quarantäne den Rehabilitationsprozess durchlaufen können.»
Dr. Agus Fahroni, Tierarzt in der BOS-Rettungsstation Nyaru Menteng
Helfen Sie uns bei der Versorgung der Orang-Utan-Waisen
Im grössten Primatenschutz-Programm der Welt versorgt die BOS Foundation fast 500 verletzte, traumatisierte und verwaiste Orang-Utans – und das 365 Tage im Jahr. Dank Ihrer Hilfe bekommen diese Tiere eine zweite Chance auf ein Leben in Freiheit.
Herzlichen Dank!
Information für Medienschaffende
IHRE ANSPRECHPERSON:
Laura Clauderotti, Leiterin Kommunikation
laura.clauderotti@bos-schweiz.ch
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